Eigene Website oder Agentur: Wann sich was wirklich lohnt

„Können wir das nicht selbst machen?“ — die ehrliche Antwort auf die teuerste Frage im Digitalbudget.

„Können wir das nicht selbst machen?“ ist die teuerste Frage im Digitalbudget. Nicht, weil die Antwort immer „nein“ wäre — sondern weil sie oft falsch gestellt wird. Es geht selten um „selbst vs. Agentur". Es geht um welcher Anteil intern, welcher extern.

Hier die ehrliche Entscheidungsmatrix, mit konkreten Zahlen für 2026.

Was DIY wirklich kostet

Die Rechnung, die uns am häufigsten begegnet, ist diese:

Auf dem Papier wenige hundert Euro im Jahr — gegenüber einem Agentur-Angebot im mittleren vierstelligen Bereich. Der scheinbare Faktor ist riesig. Wer würde da nicht selbst bauen?

Die Rechnung übersieht drei Posten, die in Wahrheit den Großteil der Kosten ausmachen:

Posten 1: Zeit für die Lernkurve

Erste Website mit WordPress kostet selbst bei vorhandenen Computer-Kenntnissen 60–120 Stunden bis zum Live-Gang. Mit realistischen internen Stundenkosten gerechnet entstehen Opportunitätskosten im mittleren vierstelligen Bereich — Zeit, die nicht in das Kerngeschäft floss.

Posten 2: Wartung

Eine selbst gebaute Website braucht alle 4–6 Wochen Updates für WordPress, Theme und 10–25 Plugins. Wer das übersieht, hat innerhalb eines Jahres ein Sicherheitsproblem. Konservativ: 1–2 Stunden im Monat. Über drei Jahre: 36–72 Stunden, ähnliche Opportunitätskosten wie der initiale Aufbau.

Posten 3: Folgekosten

Plugins, die später kostenpflichtig werden („Pro“-Version für Forms, SEO, Caching). Ein realistischer Stack im SaaS-Modell liegt im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich pro Jahr. Mal drei Jahre.

Reale 3-Jahres-Rechnung

DIY: Hosting/Domain/Theme plus Lernkurve, laufende Wartung und Plugin-Folgekosten summieren sich über drei Jahre auf einen Betrag im niedrigen fünfstelligen Bereich.
Agentur (kleines Setup): Initial-Investition plus monatliche Wartung über drei Jahre landen in derselben Größenordnung.

Der Unterschied ist im Drei-Jahres-Blick oft kleiner als gedacht — und der Agentur-Weg liefert in der Regel eine wartbare, schnellere und SEO-stärkere Seite.

Wann DIY trotzdem die richtige Wahl ist

Es gibt klare Fälle, in denen ein Baukasten oder ein einfacher Selbstbau Sinn ergibt:

Wann Agentur die richtige Wahl ist

Klare Indikatoren für ein professionelles Setup:

Das Hybrid-Modell ist fast immer das ehrlichste

Für die meisten Betriebe ist weder „komplett selbst“ noch „alles extern" die beste Antwort. Was wir am häufigsten empfehlen:

Dieses Modell halbiert oft die laufenden Agentur-Kosten gegenüber „alles extern“ und vermeidet gleichzeitig die Falle des reinen DIY.

Was eine Website 2026 wirklich kostet

Damit Sie eine ehrliche Hausnummer haben:

Die ehrliche Frage am Anfang

Die richtige Frage ist nicht „selbst oder Agentur“. Sie ist:

  1. Wie viel Zeit hat das interne Team wirklich für die Website — über drei Jahre, nicht nur am Start?
  2. Wie groß ist der Schmerz, wenn Updates oder SEO drei Monate liegen bleiben?
  3. Welcher Anteil am Geschäft soll künftig über die Website kommen?

Die Antworten zeigen fast immer von allein, wo die Grenze zwischen intern und extern sinnvoll liegt. Wer hier ehrlich rechnet, kommt selten zur Antwort „komplett selbst“ — und auch selten zu „komplett extern“.

Häufige Fragen

Ist eine Website mit WordPress wirklich billiger als eine Agentur?
Auf den ersten Blick ja, auf den zweiten selten. Die Erstellung kostet weniger, aber Pflege, Sicherheits-Updates, Plugin-Konflikte und SEO-Arbeit fressen schnell mehr Zeit, als die Ersparnis hergibt. Über drei Jahre gerechnet liegt der Unterschied meist unter 30 %.
Lohnt sich ein Baukasten-System wie Wix oder Squarespace?
Für eine reine Visitenkarte ohne Wachstumsanspruch ja. Sobald SEO, individuelle Funktionen oder echte Lead-Generierung gefragt sind, stoßen Baukästen schnell an Grenzen — und ein Wechsel auf eine andere Plattform ist oft teurer als gleich richtig anzufangen.
Was kostet eine professionelle Website 2026?
Eine Visitenkarten-Website mit 5–8 Seiten liegt im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich. Eine Website mit Lead-Strecke, Branding-Anteil und SEO-Fundament liegt im hohen vier- bis niedrigen fünfstelligen Bereich. Größere E-Commerce- oder Plattform-Projekte starten im mittleren fünfstelligen Bereich und sind nach oben offen.

Was lohnt sich für Ihren Betrieb wirklich?

Wir prüfen kostenfrei, ob Ihr Projekt eher in einen Baukasten, einen WordPress-Eigenbau oder ein Agentur-Setup gehört. Ehrlich und transparent, wo Sie sparen können. Was wir dabei liefern, lesen Sie unter Website-Entwicklung und Beratung.

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